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Mitgliederversammlung im schriftlichen Umlaufverfahren am 30. Mai 2022 um 15 Uhr

Wahlvorschläge zum Aufsichtsrat

Hier veröffentlichen wir Ihre Anträge oder Wahlvorschläge. Aktuell sind keine Wahlvorschläge vorhanden.

Antrag 1 (A):

Nutzung von 50 % der Rücklagen zum Aufbau von Photovoltaikanlagen auf allen Gebäuden des Heimatwerkes.

Es sollte in diesem Jahr begonnen werden, da es noch Förderprogramme von der Stadt und vom Land gibt.

Unsere Wohnungsbau-Genossenschaft muss sich jetzt aktiv an dem Thema Klimaschutz (Reduktion von CO2) und Energiewende (weg von fossilen Energieträgern) beteiligen, um ein Zeichen zu setzen. Auf der positiven Seite hätten wir alle etwas davon. Wir machen uns unabhängig von weiter steigenden Strompreisen, was sich auch auf die Betriebskosten unserer Wohnungen auswirkt. Unsere CO2 Bilanz wird verbessert, dadurch unterstützen wir die Klimaziele der EU und schützen unserer Umwelt. Die Luftqualität in unserer Stadt wird besser, da weniger Gas und Öl verbrannt wird für die Stromerzeugung.

 

Die Auflösung von Rücklagen fällt gemäß § 35 der Satzung nicht in den Zuständigkeitsbereich der Mitgliederversammlung.
Der Antrag wird nicht zur Abstimmung in der Mitgliederversammlung zugelassen.

Anmerkungen von Aufsichtsrat und Vorstand:
Die Rücklagen der Genossenschaft bilden eine wesentliche Form des Eigenkapitals der Genossenschaft. Die erwirtschafteten Jahresüberschüsse der vergangenen Jahrzehnte sicherten neben der Dividende insbesondere die Bildung von Rücklagen zur Finanzierung von Neubau und Bestandsmodernisierung. Rücklagen stehen nicht in Form von Geldmitteln auf den Konten des Heimatwerkes bereit, sondern dienen der Finanzierung der Gebäude der Genossenschaft. Eine Umfinanzierung durch Bankkredite würde u.U. zu hohen Zinsbelastungen führen. Diese würden die zukünftigen Jahresergebnisse durch Zinsaufwendungen stark reduzieren und die Modernisierungstätigkeit einschränken. Die Unternehmensstrategie der Bestandmodernisierung aus dem laufenden Geschäft sollte daher beibehalten werden. Gleichwohl wird der Einsatz von Fördermitteln oder -krediten im Einzelfall geprüft.

Das Heimatwerk installiert bereits seit einigen Jahren Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen um alternative Energien zu nutzen. Unter Abwägung von Wirtschaftlichkeit und technischen Umsetzungsmöglichkeiten werden Neubauten und Bestandsgebäude ausgestattet. Aufsichtsrat und Vorstand befürworten ausdrücklich den Einsatz von erneuerbaren Energien. Diese haben in der strategischen Unternehmensplanung einen hohen Stellenwert. Nach Fertigstellung unserer energetisch hocheffizienten Neubauten in Stöcken und Mittelfeld wird die Ausstattung der Bestandsgebäude mit alternativen Energien an erste Stelle der Bestandsbewirtschaftung rücken.

Antrag 2 (B):

Keine Neu- und Wiederbeauftragung der großen Messdienstleister wie z. B. Ista Deutschland GmbH.

Unsere Wohnungsbau-Genossenschaft sollte nicht das Monopol der großen Dienstleister auf dem deutschen Markt unterstützen. „Die beiden größten Anbieter Techem und Ista haben einen Marktanteil von 50 bis 60 Prozent." Schätzung des Bundes der Energieverbraucher. Laut Ista Homepage werden in 22 Ländern 13 Millionen Nutzeinheiten (Wohnungen) verwaltet. Nach einer Sektoruntersuchung, die von 2015 bis 2017 lief, kam das Bundeskartellamt zu dem Schluss, dass der Markt unter wenigen Firmen aufgeteilt ist. Das wirkt sich nicht gerade positiv auf die uns jährlich in Rechnung gestellte Dienstleistung für die Erfassung und Berechnung von Energie aus. Durch die neue Möglichkeit der Fernablesung der Zähler und der seit 2022 erforderlichen monatlichen Informationspflicht über die Verbräuche, hat sich die Situation grundlegend geändert, sodass jetzt etwas unternommen werden muss, um die steigenden Kosten im Griff zu behalten. Das Heimatwerk sollte eine regionale Firma suchen oder im Verbund mit weiteren Genossenschaften eine eigene Firma gründen. Nur so kommen wir zu objektiven und wirtschaftlichen Kosten.

* Im Juli 2017 verkaufte CVC Ista erneut, diesmal für 4,5 Milliarden Euro an ein Konsortium um die Cheung Kong Property Holdings Limited (CKP) und CK Infrastructure Holdings Limited (CKI). Die zwei Unternehmen sind im Besitz der in Hongkong ansässigen Familie des Milliardärs Li Ka-shing. (Messkonzern Ista nach China verkauft. Süddeutsche Zeitung, 28. Juli 2017, abgerufen am 15. Mai 2022)     

 

Für die Ausschreibung und Beauftragung von Dienstleistungen ist die Verwaltung mit den Mitarbeitern und dem Vorstand zuständig. Gemäß § 35 der Satzung fallen diese Aufgaben nicht in den Zuständigkeitsbereich der Mitgliederversammlung.
Der Antrag wird nicht zur Abstimmung in der Mitgliederversammlung zugelassen.

Anmerkungen von Aufsichtsrat und Vorstand:
Das Heimatwerk ist vertraglich an verschiedene Dienstleister oder Messdienstleister gebunden. Die Auftragsvergabe erfolgt in der Regel nach umfangreichen Ausschreibungen. Im Ergebnis werden Aufträge an preisgünstige und dauerhaft leistungsfähige Unternehmen erteilt.

Umfangreiche gesetzliche Anforderungen bei der Heizkostenabrechnung, z.B.: durch die Heizkostenverordnung, machen die Zusammenarbeit mit kompetenten Dienstleistern erforderlich.

Möglichkeiten der eigenen Abrechnung haben wir geprüft, diese sind jedoch nicht realisierbar. Neben Investitionen in die personelle Besetzung und der fachlichen Kompetenz wären insbesondere Erweiterungen der EDV bei Hard- und Software erforderlich. Die Verwaltungskosten der Genossenschaft würden immens belastet und sich negativ auf das Geschäftsergebnis auswirken.

Dies spiegelt sich letztlich auch in zukünftigen Mietkalkulationen wider.

Antrag 3 (C):

Nutzung der Hälfte des Jahresüberschusses zum Aufbau von Photovoltaikanlagen auf allen Gebäuden vom Heimatwerk.

Es sollte in diesem Jahr begonnen werden, da es noch Förderprogramme von der Stadt und vom Land gibt. Unsere Wohnungsbau-Genossenschaft muss sich jetzt aktiv an dem Thema Klimaschutz (Reduktion von CO2) und Energiewende (weg von fossilen Energieträgern) beteiligen, um ein Zeichen zu setzen. Auf der positiven Seite hätten wir alle etwas davon. Wir machen uns unabhängig von weiter steigenden Strompreisen, was sich auch auf die Betriebskosten unserer Wohnungen auswirkt. Unsere CO2 Bilanz wird verbessert, dadurch unterstützen wir die Klimaziele der EU und schützen unserer Umwelt. Die Luftqualität in unserer Stadt wird besser, da weniger Gas und Öl verbrannt wird für die Stromerzeugung.

Anmerkungen von Aufsichtsrat und Vorstand:
Aufsichtsrat und Vorstand stehen dem Antrag sehr kritisch gegenüber. Eine rechtliche Prüfung zur Zulässigkeit steht noch aus.

  1. Der Jahresüberschuss soll gemäß TOP 1 für die Bildung der gesetzlichen Rücklage, einer freien Rücklage und der Dividende verwendet werden. Die freie Rücklage steht grundsätzlich für Investitionen in den Bestand oder auch Neubau zur Verfügung. Auch hohe Investitionen in energetische Konzepte, wie z.B. Photovoltaikanlagen sind bereits fest eingeplant. Die Umsetzung wird von verschiedenen Faktoren wie Marktbedingungen, Fördermöglichkeiten, Gebäudestrukturen, rechtlichen Rahmenbedingungen etc. beeinflusst. Ein sinnvoller Investitionsmix zum Einsatz regenerativer Energien ist unerlässlich.
  2. Der Antrag stellt einen massiven Eingriff in das operative Geschäft der Genossenschaft dar. Die Mitgliederversammlung hat gesetzlich die Möglichkeit, den Jahresüberschuss
    a. ganz oder teilweise in die gesetzliche Rücklage und/oder in freiwillige Ergebnisrücklagen einzustellen,
    b. im Übrigen an die Mitglieder zu verteilen oder
    c. auf neue Rechnung ganz oder teilweise vorzutragen.  

Fragen zur Mitgliederversammlung

Hier beantworten wir Ihre Fragen, die im Vorfeld zu unserer Mitgliederversammlung am 30. Mai 2022 gestellt wurden.

Frage 1:

Hallo, ich würde gerne wissen, ob Photovoltaikanlagen für die Stromversorgung geplant werden und ob Balkonphotovoltaikanlagen möglich oder geplant sind?

Auf einigen Heimatwerk Gebäuden wurden bereits in den vergangenen Jahren Photovoltaikanlagen installiert und werden auch zukünftig eine wichtige Komponente im Bereich der erneuerbaren Energien darstellen. Auch Balkonphotovoltaikanlagen sind derzeit beim Heimatwerk geplant. Diese gelten als mieterseitiger Einbau. Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden zurzeit geprüft. Der Einbau erfolgt auf Kosten der Mieter. Eine Genehmigung durch das Heimatwerk ist zwingend erforderlich.

 

 

Aktuelle Satzung zum Download

  • Satzung der Heimatwerk e.G.Satzung in der Fassung vom 21. Mai 2019 eingetragen in das Genossenschaftsregister Nr. 209 des Amtsgerichts Hannover690 KB

Prüfungsergebnis des VdW